Kundenrechte Paketdienst

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Schauen Sie sich Ihr Paket bei der Annahme gründlich an

Täglich werden unzählige Päckchen und Pakete quer durch Deutschland oder sogar über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus verschickt. Bei einem derart großen Logistiksystem kann es immer wieder vorkommen, dass Sendungen verspätet zugestellt werden, Waren beschädigt oder vielleicht sogar verloren gehen. Doch Kunden haben Rechte, um gegen solche Ereignisse vorzugehen.

Dem Gesetz nach wird beim Aufgeben einer Sendung ein Frachtvertrag mit dem Paketdienst geschlossen

Durch den Verlust einer Sendung wird dieser Vertrag seitens des Versanddienstes nicht mehr erfüllt. Der Kunde kann nun einerseits das geleistete Entgelt zurückverlangen und andererseits Schadensersatzansprüche für den Verlust seiner Ware geltend machen. In diesem Zusammenhang sei allerdings erwähnt, dass sich viele Paketdienste durch ihre Geschäftsbedingungen gegen solch einen Verlustfall absichern und mögliche Ersatzzahlungen beschränken.

Grundsätzlich hat ein Paketdienst sowohl bei versicherten, als auch bei unversicherten Sendungen zu haften. Allerdings sehen die Chancen für mögliche Schadensersatzansprüche des Kunden bei einer abgeschlossenen Versicherung wesentlich besser aus, als im Falle eines unversichert verschickten Päckchens oder Pakets. Eine Versicherung kommt, sofern diese ausdrücklich dazu abgeschlossen wurde, darüber hinaus für Verluste auf, die mittelbar durch eine beschädigte Ware oder eine zu spät eingetroffene Sendung entstanden sind. Das könnte beispielsweise ein entgangener Umsatz eines Unternehmens sein.

Wer haftet bei Beschädigung während des Transports?

Sollte es zu Beschädigungen der Ware gekommen sein oder die Sendung deutlich verspätet eingetroffen sein, wurde der Frachtvertrag des Versanddienstes zwar erfüllt, allerdings nicht zur Zufriedenheit des Kunden. Der Jurist spricht in diesem Fall von einer sogenannten Schlechterfüllung. Denn der Paketdienst verpflichtet sich dem Vertrag nach dazu, die Sendung unbeschädigt und pünktlich am Zielort zuzustellen. Unter Beachtung der Geschäftsbedingung des Paketdienstes, kann der Kunde bei einem nicht erfüllten Vertrag Schadensersatz fordern. Dieser hängt unter anderem von Wert der Ware sowie dem Grad möglicher Beschädigungen ab. Neben dem Schadensersatz kann darüber hinaus auch das Entgelt für den Versand des Päckchens oder des Pakets eingefordert werden.